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Päivitetty 1.1.2002 – Palautteet |
Virittäjä-lehti > Hakemistot > Kirjoitukset ja tiivistelmät: 4/1999 (103) Eino Koponen (eino.koponen@kotus.fi) DIE ETYMOLOGIE DES OSTSEEFINNISCHEN METEOROLOGISCHEN WORTSCHATZES IM LICHTE DES MATERIALS DER DISSERTATION VON LAURI HAKULINEN Die von der Hauptrichtung der
zeitgenössischen Forschung abweichende Dissertation Lauri Hakulinens »Über
die semasiologische Entwicklung einiger meteorologisch-affektivischen
Wortfamilien in den ostseefinnischen Sprachen» rief bei ihrem Erscheinen
1933 auch heftigen Wiederstand hervor und wurde nach einem langwierigen
Prozeß mit der niedrigsten Note angenommen. Im Artikel werden die 13 in
Hakulinens Dissertation behandelten Wortfamilien im Lichte der
gegenwärtigen etymologischen Forschung neu beurteilt. Als Ausgangspunkt
der Analyse dient die Hypothese des Autors, nach der der meteorologische
Wortschatz (gleich dem autochthonen Wortschatz unserer Sprachfamilie im
allgemeinen) auf onomatopoetisch-deskriptiven Wurzel(serie)n, deren
Kontaminationen und anderen Weiterbildungen basiert. Außer den wortbildungsmorphologischen Verhältnissen des
ostseefinnischen Wortschatzes wird den Verhältnissen des Ostseefinnischen
und des Lappischen spezielle Aufmerksamkeit gewidmet. Anhand einer
historisch-semantischen und wortbildungsmorphologischen Analyse werden
folgende finnische und lappische Wörter als etymologische Entsprechungen
nachgewiesen (die finnischen und lappischen Lexeme können allerdings auch
aus identischen Bestandteilen parallel gebildet sein): fi. aave 'Gespenst;
Ahnung' ~ lp. vuonâs
'Maulkorb (eines Hundes)'; fi. (alt u. dial.) aivistaa 'ahnen,
voraussagen' ~ lp. vuoinâstit
'ausruhen, Atem holen'; fi. haiven 'dünnes Haar' ~ lp. suoivâ(n)
'Schatten'. Der Autor wiederholt seine Auffassung, daß die vorherrschende Auffassung über den großen Anteil der Lehnwörter unter dem (ostsee)finnischen (und allgemeiner finnisch-ugrischen) Wortschatz wenigstens zum Teil darauf beruht, daß die Entstehungs- und Entwicklungsprozesse des autochthonen Wortschatzes nicht bekannt sind - oder aber, daß die diesbezüglichen Forschungsarbeiten als ketzerisch ignoriert oder abgelehnt werden. |