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Päivitetty 28.3.2002 ? Palautteet |
Virittäjä-lehti > Hakemistot > Kirjoitukset ja tiivistelmät: 1/2002 (106) Entten tentten teelikamentten: Das Rätsel eines finnischen Abzählverses In Finnland ist folgender Anfang eines Abzählverses weit verbreitet: Entten tentten teelikamentten / hissun kissun vaapula vissun. Es handelt sich dabei um reinen Nonsense (bis auf hissun kissun 'heimlich, still und leise'). Aus deutschen Kreisen in Petersburg sind mir von den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts zwei deutsche Versionen bekannt, die der erwähnten finnischen ähneln: (1) Enten tenten zwei Regimenten / gehn zu Tisch, fangen Fisch; (2) Entel tentel, zwei Regimentel / gehn zu Tische, fangen Fische. Im Südosten des finnischen Sprachgebietes sind auch Versionen mit auslautendem -l aufgezeichnet worden (Enttel tenttel menttel). Wahrscheinlich erklärt sich der Ursprung des in Finnland immer noch allgemein verbreiteten Abzählverses dadurch, dass finnische Kinder, die überhaupt kein Deutsch verstanden, dem Vers sein oben erwähntes Nonsensegewand gaben, indem sie das Gehörte in etwa nachahmten. In der finnischen Umgangssprache fehlen die Laute f, g sowie ?, und diese wurden mit den finnischen Lauten v, k, s substituiert. Die Übereinstimmung der Anfänge lässt Übereinstimmungen im weiteren Text wahrscheinlich werden. Ein dem Deutschen unkundiges Kind dürfte das Weitere etwa folgendermaßer gehört haben: keentsu tiss(e), vangen viss(e). Der erste Teil dürfte an das deskriptive Wortpaar hissun kissun erinnert haben, im zweiten Teil hinwieder ähneln sich die Wörter lautlich: vangen > vaapula, viss(e) > vissun. Möglicherweise hat auch eine Version des Verses existiert, durch die sich vaapula besser erklärt, eine solche ist aber nicht bekannt. Wahrscheinlich wurde der Abzählvers im mehrsprachigen Wiborg von finnischen Kindern übernommen. Dort bestanden rege Verbindungen zu Petersburg und es gab dort eine bedeutende deutsche Minderheit. Finnland gehörte damals als autonomes Großfürstentum zum russischen Zarenreich. Osmo Ikola |